„Lieber ein Haus im Grünen als einen Grünen im Haus !“

       22. Politischer Aschermittwoch der CDU - Harz in Darlingerode

     

 

        

Bereits zum 22. Mal hatte die Harzer CDU in diesem Jahr zum Politischen Aschermittwoch nach Darlingerode eingeladen. Als Ehrengast und Hauptredner konnte CDU-Kreisvorsitzender Ulrich Thomas MdL dabei den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Prof. Dr. Wolfgang Böhmer unter großem Applaus begrüßen. Darüber hinaus waren wieder zahlreiche Prominente vom Europaabgeordneten Dr. Horst Schnellhardt, über die Harzer Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer, die regionalen Landtagsabgeordneten Frauke Weiß, Angela Gorr und Bernhard Daldrup bis zum Landrat Dr. Michael Ermrich, Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke und weitere Kommunalpolitiker in der gut gefüllten Sandtalhalle, vor Ort.  Ulrich Thomas hob in seiner Eröffnungsrede die Erfolge der Wirtschaftspolitik in Sachsen-Anhalt hervor. Er verwies darauf, dass sich die Arbeitslosenquote zwischen 2003 und 2011 von 20,5 auf 11,6% fast halbiert hat und lobte die Konsolidierung des Landeshaushaltes unter Führung der CDU. Die Weichenstellungen dafür hat Prof Dr. Böhmer gelegt, betonte Thomas unter dem Beifall der rund 180 Gäste. Linke Vorschläge, wie eine 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, seien für die CDU unsinnig und werden zu Recht vom DIHK und anderen Wirtschaftsvertretern als Ideen „aus der Mottenkiste“ abgelehnt, so Thomas. Viel Gelächter im Saal gab es für satirische Worte zur Politik von SPD, LINKEN und Grünen so z.B.: „Lieber ein Haus im Grünen als einen Grünen im Haus“!

 

 

 

„Die beste Regierung ist die, die uns lehrt, uns selbst zu regieren“, zitierte Böhmer den Dichter Johann Wolfgang von Goethe in der Zusammenfassung seines Redebeitrages und mahnte damit die Zuhörer nicht alles von der Politik und den Politikern zu erwarten und die Eigenverantwortung nicht zu vergessen. Zuvor war er in seiner einstündigen tiefsinnigen Rede auf die Politische Kultur und den Verlust politischer Glaubwürdigkeit in Deutschland eingegangen. Er erinnerte daran, dass Demokratie einerseits von Kompromissen und Zweckbündnissen aber andererseits wesentlich auch von der persönlichen Glaubwürdigkeit der Politiker lebt. Gerade weil diese ständig in Öffentlichkeit stehen, können sie auch schneller in Fettnäpfchen treten, wie die jüngste Vergangenheit zeigt. Er riet seinen Parteifreunden im Wahlkampf auf unsachliche Angriffe auf den politischen Gegner zu verzichten und flache Polemik zu vermeiden. Bundeskanzlerin Angela Merkel beeindrucke ihn nicht zuletzt dadurch, dass sie sich nicht vom politischen Gegner provozieren lasse, so Böhmer. Zur Freude des Publikums  brachte er aber auch einige satirische Einwürfe. So attestierte er, dass ein Bundeskanzler im Vergleich zu einem Sparkassendirektor durchaus zu wenig verdiene, mahnte aber zugleich: „Wer Bundeskanzler werden will, soll dem Land dienen und nicht verdienen !„.Applaus gab es auch für die Anmerkung, dass er sich für sein erstes Auto Geld von seinem Vater geliehen hat-dies aber nicht als Geschäftsbeziehung gesehen hätte.

 

 

 Die Harzer Bundestagsabgeordnete erinnerte in ihrem Grußwort an den Politischen Aschermittwoch von 1999 und zitierte dabei einen Zeitungsbericht über die beschwerliche damalige Anreise von Böhmer als es noch keine B6n gab. Der Wernigeröder Friedrich Bäthge, der jetzt auch wieder im Saal war, hatte Böhmer damals abgeholt und traf aufgrund schlechter Straßen-und Witterungsverhältnisse erst mit massiver Verspätung mit dem Ehrengast am Veranstaltungsort ein. Abschließend dankte Brehmer dem Ehrengast gemeinsam mit Christina Bäthge und dem ehemaligen Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Reiner Schomburg sowie der stellv. CDU-Kreisvorsitzenden Angela Gorr MdL mit einem Präsentkorb. Ulrich Thomas merkte an, dass der Korb nun, da Böhmer nicht mehr im Amt ist, auch etwas größer ausgefallen ist, denn früher durfte er ja keine Geschenke annehmen ! Abgerundet wurde der Abend mit dem traditionellen deftigen Grünkohlessen, für die musikalische Umrahmung und gute Stimmung sorgte in bewährter Weise die Blaskapelle SENJU aus Heudeber.

 

 

Die Rede Prof. Bömers: Teil 1: , Teil 2: , Teil 3: , Teil 4: , Teil 5: