CDU-Osterwieck gedenkt des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 und sammelt Spenden für Hochwasseropfer

60 Jahre nach dem Volksaufstand in der DDR lud der CDU-Stadtverband  Osterwieck zu einem politischen Frühschoppen am ehemaligen Grenzübergang zwischen Hoppenstedt und Hornburg ins Gasthaus „Willeckes Lust“ ein.

Zur aktuellen Hochwassersituation informierte der Landtagsabgeordnete Bernhard Daldrup eingangs, dass entgegen dem „Jahrhunderthochwasser 2002“, zusätzlich zu den Sachschäden erhebliche Schäden in der Landwirtschaft  zu verzeichnen sind.  Gleichzeitig lobte er das Krisenmanagement des Landes sowie  die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. „Das wird auch außerhalb Sachsen-Anhalt sehr positiv wahrgenommen.“ Für Osterwieck unterstrich Ortsbürgermeister Ulrich Simons, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen nach 2002 Früchte getragen haben und Stadt und Umland vor größeren Schäden bewahrt wurden. Ausdrücklich lobte er die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Land Sachsen-Anhalt. „Ein großer Dank geht zudem an Bernhard Daldrup, der sich hier besonders  für die gefährdeten Gebiete  eingesetzt hat“. Spontan beteiligten sich die Anwesenden an der Spendenaktion für die Hochwasseropfer, die Daldrup zum „Tag der offenen Tür“ im  Wahlkreisbüro gestartet hatte. „Ich freue mich, dass einiges zusammengekommen ist und stocke die Summe auf 500,- Euro auf“, so Daldrup im Nachgang.

Martin Skiebe, amtierender Landrat sowie Kandidat der CDU für das Landratsamt, nutzte, die Möglichkeit, sich vorzustellen. Wichtig sei für ihn, dass die Konzentration des Landkreises nicht nur auf die „großen Städte“, sondern besonders auch auf dem ländlichen Raum des Landkreises liege. „Viele Akzente z.B. in der Wirtschaft und im Tourismus werden hier gesetzt. Diese gilt es auch weiterhin zu fördern.“

„Zum 17. Juni 1953 schilderte Ulrich Simons seine persönlichen Erinnerungen an den Volksaufstand, den er als Jugendlicher in Zeitz erlebte. Neben dem Auslöser, der Normerhöhung, ging er dabei auch auf die „politische Großwetterlage“ sowie auf das Geschehen aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger ein. Die Möglichkeiten der freien Meinungsäußerung empfindet er dabei heute als besonders wichtige Errungenschaft. „Die Normerhöhung bildete nur den Auslöser. Die Ursachen für das Aufbegehren lagen in den Repressionen durch das SED-Regime“, so Simons abschließend. Ergänzt wurden die Ausführungen vom Osterwiecker Werner Hanke, der das politische Klima vor Ort vom Zwangsgedenken zu Stalins Tod bis zur Flucht vieler Menschen nach Westdeutschland schilderte. „Gerade die junge Generation ist heute aufgerufen Meinungsfreiheit zu fördern und daran zu erinnern, wie es ohne Grundrechte um die Gesellschaft bestellt wäre“, betonten der Vorsitzende der Jungen Union Osterwieck, Florian Weinert, und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Peter Eisemann abschließend.