Politischen Aschermittwoch der CDU-Harz: Wollen Rathäuser erobern

Bereits zum 24. Mal hatte der Kreisverband der CDU-Harz zum traditionellen politischen Aschermittwoch nach Darlingerode eingeladen. Rund 150 Gäste erlebten in der Sandtalhalle  einen kurzweiligen Abend mit traditionellen Seitenhieben auf den politischen Gegner und einem zünftigen Grünkohlessen. So hielt CDU-Fraktionsvorsitzender André Schröder zu Beginn seiner Rede unter großem Applaus seinen Autoschlüssel hoch und betonte mit dem Privatauto vor Ort zu sein - eine gelungene Anspielung auf die Dienstwagen-Affäre seiner SPD-Kollegin. Im Anschluss gab er einen ausführlichen Überblick zu den Erfolgen der CDU-geführten Landesregierung vom ausgeglichen Haushalt über Kulturförderung bis zur Strukturförderung für den ländlichen Raum. Er warnte nachdrücklich vor einer Regierungsverantwortung der LINKEN. „Denn eher geht ein Hund an einer Wurst vorbei als ein LINKER am Geld von Bürgern und Kommunen“- Beispiel: die LINKEN fordern ein Mindestpreis für 1kg Schweinefleisch von 18 Euro mit dem Argument; „es gebe kein Grundrecht auf Schnitzel“. Und wer vier Jahre braucht um seine stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden zu wählen und bei Tagungen nicht ohne Mediator auskommt und dann auch noch die Freigabe von Drogen fordert, dem kann man das Land nicht anvertrauen.

Ein Höhepunkt des Abends waren die Vorstellungen der CDU-Bürgermeisterkandidaten. Blankenburgs Bürgermeisterkandidat Heiko Breithaupt konnte hier mit einer spritzig süffisanten Rede in Reimform überzeugen und die Sympathien des Publikums gewinnen. Frank Ruch, Oberbürgermeisterkandidat für Quedlinburg, kündigte an, bis zur physischen und psychischen Erschöpfung kämpfen zu wollen, um erstmalig ein Oberbürgermeistermandat für die CDU im Harzkreis zu erringen. Auch Dr. Michael Knoppik aus Ballenstedt stellte sich mit Kampfgeist vor.

Unter dem Motto; „Freiheit erhalten“: warnte Bernhard Daldrup in seinem Redebeitrag vor einer rot-rot-grünen Machtübernahme in Sachsen-Anhalt. „Wir wollen uns nicht vorschreiben lassen, was wir zu essen haben oder wie wir reisen sollen.“

Den Schlussbeitrag lieferte traditionell Landrat Martin Skiebe. „Er steht nun nicht mehr auf der Transferliste“, sagte er in Anspielung auf seinen CDU-Eintritt im vergangenen Herbst. Er erinnerte zudem daran, dass das Land nicht vorrangig aus Großstädten sondern aus den Landkreisen und  Kommunen besteht und dementsprechend auch die Politik für die Menschen vor Ort gemacht werden muss. 

Abschließend bedankte sich CDU-Kreischef Ulrich Thomas mit einem „Energiepaket“ bei André Schröder und stimmte die anwesenden Gäste noch einmal auf die anstehenden Bürgermeisterwahlen ein. Mit voller Überzeugung machte er deutlich, dass die CDU sehr gute Chancen hat, alle Rathäuser zu gewinnen. Bei zahlreichen persönlichen Gesprächen und gelungener musikalischer Umrahmung durch die Güntersberger Blasmusik klang der Abend aus.